Erstmal vielen Dank für eure herzliche Aufnahme hier im Forum! Mich freut, dass das Thema eine richtige kleine "Flut" an Antworten angestoßen hat...

Eure postings haben mich auf viele Dinge hingewiesen, an die ich bisher gar nicht gedacht habe. So ist das Tankstellennetz für Bioethanol noch lange nicht so gut ausgebaut, wie es bei Biodiesel der Fall ist. Glücklicherweise ist in meiner näheren Umgebung (Erlangen) eine Tankstelle und das wäre auch nur eine Frage der Zeit (zumindest bei wachsender Nachfrage). Außerdem kann man ja auch noch herkömmliches Benzin fahren...
Einen erhöhten Spritverbrauch, sowie zusätzlichen Verschleiß hatte ich schon befürchtet, da diese Tatsache ja bereits vom Biodiesel bekannt ist.
Die Kosten für einen Umbausatz scheinen vertretbar, fragt sich nun eben noch, was eine Fachwerkstatt für den 30-minütigen Umbau verlangen würde. Kritisch sind dabei allerdings 2 Dinge, soweit ich das richtig gelesen habe:
1. es gibt in Deutschland bisher keinen TÜV-zertifizierten Bioethanol-Umrüstsatz!

(KO-Kriterium)
2. zu erwartender Garantieverlust bei Toyota
Andere Dinge, wie die Tatsache, wann es sich dann wirtschaftlich rechnen würde, wären mir dann eigentlich weitestgehend egal (gelesen habe ich 20-25tkm). Mein ursprünglicher Gedanke war ja, mobil bleiben zu können, ohne unsere Umwelt unnötig zu belasten und damit, zumindest ein stückweit, ein Zeichen zu setzen.
Ein Knackpunkt ist auch noch die Herstellung von Biosprit im Allgemeinen, die soweit ich mich erinnere, damals (ca. 2007) etwas in Verruf geraten ist, einen großen Teil der im Biodiesel letztendlich enthaltenen Energie bereits für Anbau, Pflege, Ernte der Energiepflanzen (Raps, Mais etc.) und anschließender Logistik zu "verbraten". Dieses Argument scheint aber vorwiegend für Biosprit der ersten Generation zu gelten. Bei der 2. und der noch nicht erhältlichen 3. Generation sieht das schon deutlich besser aus:
http://www.solar-und-windenergie.de/bio ... toffe.htmlViele argumentieren auch gegen Biosprit, weil sie der Meinung sind, unsere Agrarflächen sollten für die Erzeugung von Lebensmitteln und nicht für Kraftstoffe hergenommen werden. Dem lässt sich jedoch entgegensetzen, dass zu Zeiten, als in Deutschland noch Pferdekutschen fuhren, rund 1/3 der landwirtschaftlich genutzten Flächen für den Anbau von Hafer hergenommen wurde. Bedenklich wäre jedoch ein großflächiger Anbau in Ländern, in denen ohnehin Nahrungsmittelknappheit herrscht! Wer würde das regulieren? Wenn man die aktuelle Weltwirtschaftlage betrachtet, vermutlich keiner!
@MUCiQ: Nachdem Biomasse beispielsweise auch im großen Stil mittels Algen produziert werden kann, braucht man wohl auch keine Bedenken wegen Pollen etc. zu haben.
Ich bin trotzdem überzeugt, dass es zumindest ein Beitrag zu einem nachhaltigeren Umgang mit unseren Rohstoffen wäre, da bei der Verbrennung eben nur soviel CO2 emittiert werden würde, wie bereits während des Lebenszyklus der Pflanze aufgenommen wurde. Viele werden das vielleicht belächeln, aber mir würde das Fahren mehr Spaß bereiten, wenn ich das von meinem Auto sagen könnte!
Solange aber kein TÜV-zertifizierter Umbausatz existiert, wird mein Wunsch wohl nicht in Erfüllung gehen!
