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Ist der IQ zu teuer, stimmt die Qualität

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Re: Ist der IQ zu teuer, stimmt die Qualität

Beitragvon Molle » Mittwoch 18. April 2012, 23:32

@Temporyx : Nein, ich habe auch gerne den IQ gefahren, sonst hätte ich ihn ja nicht 3 Jahre und 70000km geduldet, aber der Knubbel kostet in meiner damaligen Ausstattung (abgesehen von dem Zubehör, dass es nicht mehr gibt) jetzt über 19000 Euronen (aufgemerkt, fast 38000 ehemalige DM), und dafür erwarte ich nun einmal eine sehr gute Qualität. Zum Glück hatte er ja eine lange Garantiezeit. Das mit den kratzempfindlichen Oberflächen der Inneneinrichtung habe ich z.B. nicht bei der Probefahrt bemerkt, da ich gewöhnlich umsichtig mit fremden Eigentum umgehe ;), eben sowenig das (quasi nicht vorhandene) Innenlicht, da ich die Probefahrt an einem herrlichen Sonnentag unternahm. Wenn ich dann aber Kratzer habe, nur weil mal ein Hemdknopf am Interieur geschabt hat, entzieht sich das meinem Verständnis für Qualität, genauso 5 Fensterführungsgummis, oder eine unausgereifte Software des Navis die nicht mal die versprochenen Features einhält, oder unbehandelte Metallteile, die nach dem ersten Winter rosten, oder, oder, oder... (Versuchskaninchen Kunde). Ich ziehe keine Vergleiche zum aktuellen Fahrzeug, das wäre ja nahezu vermessen, sondern einfach mal nur zu einem alten 3er oder 4er-Golf, die ich auch mal hatte - nicht ausstattungstechnisch, aber qualitätstechnisch betrachtet...(PS: und selbst die haben sich zur Inspektion gemeldet). Gut es geht auch schlechter (Aygo und so), aber die kosten ja auch wesentlich weniger.
Einfach mal die rosarote Brille absetzen und eine realistische Betrachtung zulassen. Man sollte seinen Missmut über bestimmte Umstände dem Hersteller auch mitteilen (und glaube mir, das habe ich genügend getan), damit es in kommenden Modellvarianten vielleicht Verbesserungen gibt und evtl. mal den (fast) perfekten Kleinstwagen für die City.
MfG
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Re: Ist der IQ zu teuer, stimmt die Qualität

Beitragvon Temporyx » Donnerstag 19. April 2012, 13:52

Es ist mir schon klar, dass mir hier eine "rosarote Brille" unterstellt wird, diese Unterstellung find ich nicht tragisch, auch weil wir uns persönlich ja gar nicht kennen.

Wenn ich mal davon ausgehen darf, dass dein jetziger abgebildeter Wagen (Golf hin- oder her) neu so um 40.000 EUR (wahrscheinlich eher 40.000 +) gekostet haben wird, dann sprechen wir - um in den Vergleichen zu bleiben - von fast 80.000 DM!
Ich möchte erst gar nicht einen Golf in den Vergleich hineinbemühen, der MB steht auf dem Foto hier im Board; er kam ja nicht kostenlos dahin. Er ist also das Nachfolgefahrzeug und steht daher zum konkreten Vergleich mit dem Vorgänger (iQ) an.

Klar, Autofahren ist heute teuer geworden aber bei solchen Preisen hätte ich eine *gigantische* Erwartung. Zu solchen Preisen kann ich mein Häuschen prima renovieren oder mir neue Knie- oder Hüftgelenke einsetzen lassen. Da habe ich wenigstens zeitlich unbegrenzt was davon. Aber bei einem Auto schwindet der Wert jeden Tag; eigentlich schon im Katalog. Da bin ich persönlich nie und nimmer bereit so viel Scheine hinzublättern.

Bei meinem iQ habe ich auch viel Geld ausgegeben und mich dabei über die Empfindlichkeit des Innenraums geärgert. Außerdem hat mir das Armaturenbrett anfangs nicht so ganz zugesagt. Des weiteren, das ist ja nicht unbekannt, baut Toyota keine ausgesprochene Autoschönheiten. Mit dem neuen Celica-Nachfolger versucht der Hersteller wieder etwas Boden gutzumachen. Wie gesagt, ich wußte vor dem Kauf von der Kratzempfindlichkeit (obwohl ich kein Einkaufprofi bin sogar schon vor der Probefahrt, dazu verrieten die Kratzer durch die verherigen Probefahrten anderer Kaufinteressenten leicht die Situation) und der Verkäufer hat auf meinen Hinweis darauf nur mit den Achseln gezuckt. Verständlich, denn was sollte er auch sagen? Der Wagen war damals halt so zu kaufen und gut ist. Da ich mich dennoch für den Kauf entschieden habe, muss ich auch jederzeit danach die Verantwortung für mein Handeln übernehmen. Und wer vor dem Kauf nicht genau genug hinschaut, sollte es sich nachher nicht so einfach machen und auf Hersteller und/oder Händler zu schimpfen (was sich dann wie "Scheiß Karre" oder "ich fühl mich wie ein Versuchskaninchen" liest). Denn das sagt eigentlich eher was über den Käufer aus als über das Auto aus.

Hier im Board hat sich kürzlich ein Mitglied darüber "geoutet" einen Fehlkauf gemacht zu haben, seinen Kauf korrigiert (mit diesem Umstand sogar nochmal Geld ausgegeben) und dazu die Verantwortung übernommen. Davor habe ich Hochachtung.

Klar, auch der iQ kostet eine Stange Geld. Darum schaue ich auch bei herrlichen Sonnentagen besonders auf das was mir wichtig ist und verlasse mich nicht darauf: "das wird schon stimmen". Wenn sich später herausstellt, dass etwas was dem Kunden wichtig ist nicht stimmt, dann ist es meines Erachten nicht fair einem Hersteller Fehler (womöglich noch vorsätzliche) zu unterstellen. Ich glaube, dass bei keinem Hersteller der Kunde ein "Versuchskaninchen" ist, schon gar nicht wenn der Kunde sich einen neuen Wagen kostenlos, vor dem Kauf und so ausgiebig wie er möchte selbst begutachten kann. Dinge, die man erst später herausfinden kann (z.B. quietschende Bremsen oder von innen angelaufene Heckleuchten) sind auch ärgerlich, werden aber von vielen Automarken berichtet. Ein rebellisches sich Aufregen bringt da doch nichts.

Natürlich wird kein Massen-Autohersteller nur für einen Kunden einen Wagen speziell umbauen lassen (von exotischen Anbietern vielleicht mal abegsehen). Wenn es dir also wichtig ist, dass zu anstehenden Inspektionsterminen vom Wagen neben einem optischen auch ein akustisches Signal kommt, oder du einen Komfortblinker benötigst dann hättest du den Händler vorher schlicht fragen müssen und darfst dir den Wagen nicht einfach kaufen mit der Hoffnung "wird schon..." und 18.000 Euronen auf den Tisch des Verkäufers hinblättern. So einfach ist das. Auch im Hinblick auf den Preis. Wir wissen doch alle, dass man über die Höhe eines Preises nicht automatisch auf die Leistungsfähigkeit eines Produktes schliessen kann. Wenn der Postbote ein Nachname-Paket bringt, schaue ich erstmal nach was drin ist und lehne im Zweifel ab.

Hast du mal gesehen, wie z.B. Lufthansa jeden neuen Airbus und jede neue Boeing vor Annahme auf Herz und Nieren prüft? Da wird der Vetrag erst gültig wenn alle Mängel aus Sicht des Kunden beseitigt sind. Ich glaube nicht dass der Vergleich hinkt, denn verglichen mit dem Haushalt von Lufthansa fällt es einem Privatkunden sicherlich schwerer in ein Fahrzeug für 20.000 EUR oder gar 40.0000 EUR zu investieren als Lufthansa in eine einzelne Maschine für ein paar Millionen EUR. Außerdem kauft Lufthansa in ihrem Leben mehr Flugzeuge als ein Privatkunde Autos und solche Abnahmen machen die mit jeder Maschine, auch wenn sie den Typ schon kennen.

Was dein "qualitätstechnisch betrachtet" angeht spricht alleine schon dieses Board hier Bände zur Qualität des iQ im Speziellen und den Toyota-Fahrzeugen am Allgemeinen. Die allermeisten Beiträge handeln (wie dieser hier) um Themen zum weiteren Umfeld des Wagens. Bis auf ganz wenige permanente Problemthemen (wie die Kratzeranfälligkeit, von mir aus auch die Fensterdichtungen oder auch das Leuchten der VSC-Kontrollleuchte) veröffentlichen wir hier eher literarisch einfache, angenehme Kost. Wir haben hier viel mehr Beiträge dazu ob und wie wir uns mal zu treffen, welche Kosten bei Inspektionen anfallen, wie die Kommunikation mit dem Händler ausfällt, was Toyota an Neuigkeiten bringt, wie sich unser iQ tunen lässt und wo man die begehrten Teile herbeibekommt als uns über kurzfristige oder gar dauernde Probleme zu unterhalten. Auch die einschlägig erhältlichen Pannenstatistiken zu Toyota-Fahrzeugen auch im Vergleich zu Autos aus "deutschen Landen" sprechen dazu Bände.

Abschliessend finde ich es gut, dass du mit dem Mercedes nun ein Fahrzeug deiner Zufriedenheit gefunden hast (zumindest hoffe ich es, auch weil du dies signalisierst), schliesst Freundschaft mit deinem Frust, beendest ihn und gönnst den anderen Mitgliedern weiterhin die Freude an ihrem iQ. Denn abgerechnet wird auch bei Autos erst am Ende.

Ich persönlich hoffe, dass mein iQ mir noch lange erhalten bleibt, wobei ich sehr zuversichtlich bin, dass der Wagen unter dem Strich, mit all seinen tollen Vorzügen (und auch Nachteilen) auf meiner Endabrechnung ein "A++" stehen haben wird.
Grüße von der hessischen Bergstraße
Wolfgang

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Re: Ist der IQ zu teuer, stimmt die Qualität

Beitragvon FatFrog » Donnerstag 19. April 2012, 20:35

Hallo

Wollte mich nur mal kurz mit einbringen.

Gerade die Kratzanfälligkeit des Innenraums hat mich auch sehr gestört. Ich habe zuerst einen Vorführwagen in Silber der ersten Generation gefahren. Schon beim Kauf waren einige Kratzer und Schrammen drin. Nachdem ich den Wagen ca. 3 Monate hatte wusste ich dass ich damit nicht leben kann. Zu dem Zeitpunkt kam der iQ mit verbesserter Innenaustattung heraus. Im Innenraum wurden all die Dinge verbessert die mich am ersten Modell gestört haben. (Türverkleidung, Fussablage, die lausigen hinteren Gurthalter, Farbgestaltung)
Nach intensiver Überlegung hatte ich mich entschlossen, dass neue Modell zu bestellen. Mein FTH hat meinen Alten in Zahlung genommen und ich musste noch ein paar Euros drauflegen, aber es war die richtige Entscheidung.
Inzwischen bin ich mit meinem Cuby 25000km gefahren und der Innenraum sieht noch aus wie am ersten Tag. Natürlich gebe ich auch acht, hab keinen Hund und benutzte das Wägelchen auch nicht als Kleintransporter. Technische Probleme hatte ich bislang keine. Auch 2 Schwarzwaldwinter konnten dem Kleinen nichts anhaben. Einzig der Auspuff sieht schon etwas angemorscht aus.
Ich bin in meinem Leben schon einige Autos gefahren und kenne die Unterschiede. Gerade das etwas schräge Styling gefällt mir und das man ihn nicht an jeder Strassenecke sieht.
Ich glaube, ich kann mit diesem Auto alt werden. ;)
Jeder soll das fahren was ihm gefällt...trotz aller Kritik an Molle, so kann ich ihn auch etwas verstehen. Aber nun hat er ja wohl sein passendes Gefährt gefunden. Man sollte aus den Blechkisten keine Lebenphilosophie machen, früher oder später landen die Meisten in der Presse. Aber ich bin mir sicher, in 20 Jahren wird Cuby ein begehrter Oldie...gerade wegen seines speziellen Charakters.

Herzliche Grüsse
FF
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Re: die ersten 3 Quartale in 2010 - Zulassungen

Beitragvon Temporyx » Freitag 4. Mai 2012, 00:05

Molle hat geschrieben:
Prinz Shorty hat geschrieben:...wenn für 8000 Euro ein nackter VW da steht...


...ja, aber der liegt bestimmt nicht fast 30% mit dem Verbrauch über den Herstellerangaben. Das hat mich schon gestört...

Aber auch Mercedes kocht nur mit Wasser, wie das Handelsblatt erst heute wieder über den "Mercedes C 350 CDI" (Basispreis: 42.000 EUR) schrieb:
+++ +++ +++
Verbrauch & Emissionen: Kombiniert in l/100 km: 6,0 - CO2-Emission in g/km: 157 ...

...der V6-Diesel hat so viel Power, die könnte auch aus einem V8 kommen. Der Durst ist trotz Blue Efficiency-Label am Kotflügel aber auch groß. Mehr als acht Liter auf 100 Kilometer sind es fast immer...

+++ +++ +++

Macht nach meinem Taschenrechner einen Mehrverbrauch von 33% über den Normangaben.


VW toppt die verwirrenden Normangaben gar mit der Ankündigung ihres ersten Diesl-Hybrids (Zitat Handelsblatt von heute):
+++ +++ +++
Das SUV hört auf den Namen "Cross Coupé" und verfügt über satte 225 kW/306 PS Systemleistung aus einem TDI-Verbrennungsmotor und zwei Elektromotoren. So sollen 220 km/h Spitze drin sein. Genormt soll der neue Wolfsburger auf einen Verbrauch von 1,8 Litern Diesel auf 100 Kilometern und einen CO2-Ausstoß von nur 46 Gramm pro Kilometer kommen.
+++ +++ +++
Grüße von der hessischen Bergstraße
Wolfgang

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